EDU|days 2020

1. April 2020, 12:00 bis 2. April 2020, 16:45

Donau-Universität Krems

Die EDU|days sind eine Tagung für Lehrende aller Unterrichtsfächer mit dem Ziel, Lehren und Lernen mit digitalen Medien an den Schulen kritisch zu reflektieren und Impulse für einen optimalen Einsatz zu geben. Lehrende Österreichs und der Nachbarländer sind die Zielgruppe der Veranstaltung. Die EDU|days sind ein Kooperationsprojekt der Donau-Universität Krems, der Pädagogischen Hochschule für Niederösterreich, des bmbwf und zahlreicher weiterer Partner. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

 

Einladung zur Einreichung von Beiträgen - Call

 


 

Keynote 1. April 2020 - Prof. Dr. Martin Korte

Gehirne im digitalen Wandel: Sind wir fit für die Zukunft?

Korte MartinMemozettel, Aufgabenchecklisten oder der berühmte Knoten im Taschentuch: Wir helfen unserem Gedächtnis mit vielen unterschiedlichen Mitteln auf die Sprünge. Denn jeder Mensch lernt anders, merkt und erinnert sich anders bzw. speichert die Informationen in seinem Gedächtnis anders ab. Wie wird aber aus Information Wissen und aus Wissen Bildung und wie leiten sich daraus mögliche Änderungen unserer Gewohnheiten und Handlungen ab?

Der Vortrag richtet sich aber auch und vor allem, an die, die Wissen vermitteln. Wie kann man Wissen effizient weitergeben? Welche Rolle haben digitale Medien auf das Lernen und auf unser Verhalten? Was kann man junge Menschen auf lebenslanges Lernen vorbereiten? Gedächtnisprozesse im Gehirn verändern die Verschaltungen des gesamten Gehirns und damit auch die Art und Weise mit der wir die Welt sehen - es gibt im Gehirn keine separate Festplatte, die die Informationen speichert. Hierbei werden Informationen an Kontaktstellen von Nervenzellen assoziativ abgespeichert und hierbei spielen auch Gefühle eine wichtige Rolle. Der Vortrag geht deshalb auch der Frage nach, was die Hirnforschung dazu sagen kann, unter welchen Bedingungen wir besonders effektiv lernen können, aber auch warum sich mit Veränderungen so schwer tun und warum Vergessen und Filtern ebenso wichtig sind, wie speichern.

Professor Martin Korte ist promovierter Biologe und Leiter des Zoologischen Instituts in Braunschweig. Seine Forschungsinteressen liegen auf den zellulären Grundlagen von Lernen und Gedächtnis. Hierbei interessieren ihn insbesondere die Neurotrophine und ihre Rezeptoren sowie die synaptische Plastizität im Hippocampus.

 


Keynote 2. April 2020 - Dipl.-Ing. Dr. Erwin Bratengeyer

Die schöne neue Welt der künstlichen Intelligenz

Bratengeyer ErwinDie Digitalisierung hat mittlerweile nahezu alle Lebensbereiche in der einen oder anderen Weise erfasst, doch mittel- bis langfristig scheinen noch wesentlich drastischere Auswirkungen auf unsere Gesellschaft und insbesondere auf unser Bildungswesen zuzukommen. Weltweit wird intensiv an der Weiterentwicklung und Verbreitung von Systemen auf Basis künstlicher Intelligenz gearbeitet, die ersten Quantencomputer lassen ihr ungeahntes Potential erkennen und Neurotechnologien zur Herstellung einer direkten Verbindung zwischen Gehirn und Computer werfen ihre Schatten voraus. Und all dem ist ein exponentieller Verlauf der Errungenschaften gemeinsam. Solcherart Errungenschaften auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz werden skizziert. Das Potenzial von Quantencomputern wird anhand von deren faszinierenden Funktionsweise erläutert. Der Stand der Forschung auf dem noch weitgehend unbeachteten Gebiet der Neurotechnologie wird beispielhaft illustriert und deren mögliche Auswirkungen auf das Lehren und Lernen thematisiert. Kontroversielle Standpunkte betreffend potenzieller Nutzen und Gefahren künstlicher Intelligenz werden dargelegt und mit illustrativem Bild- und Tonmaterial hinterlegt. Der Vortrag beabsichtigt plakativ auf die möglicherweise unterschätzten Auswirkungen einer digitalen Transformation hinzuweisen und die Achtsamkeit gegenüber den ungeahnten Herausforderungen der Digitalisierung zu erhöhen.

Erwin Bratengeyer studierte Philosophie an der Universität Wien und Nachrichtentechnik an der Technischen Universität Wien. Nach dem Studium war er als freiberuflicher eLearning Berater tätig. Seit 1996 ist er an der Donau-Universität Krems in der Lehre, der Forschung und als Dienstleister tätig. Er ist Autor zahlreicher Fachartikel und ist Mitveranstalter und Programmleiter von einschlägigen europäischen Konferenzen zum Thema Bildungstechnologien.

 

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